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Die Gegenwart - Alexanders Profilaufbahn

Brillante Technik, eine sehr gutes, im russischen Amateur-Kader geschultes Auge, unbändiger Wille und ein großes Ziel im Visier: das Rüstzeug für den Ausnahmekämpfer Alexander Povetkin. Anders als andere Box-Karrieren im Profi-Bereich wurde bei Alexander Povetkin bewusst auf einen „künstlich geschönten“ Kampf-Rekord verzichtet. Das Promoter-Team Sauerland (Wilfried und sein Sohn Kalle) geht ein hohes Risiko. Gegen internationale Konkurrenz haben sie sich bei der Verpflichtung von Alexander Povetkin durchgesetzt. „Wir wussten, welch großes Potential Alexander hat“, sagt Kalle Sauerland. „Deshalb hatten wir keine Scheu, Alexander sehr schnell sehr viel zuzutrauen.“
Nach extrem kurzer Eingewöhnungs-Phase hatte es der Fighter schon mit namhaften Gegner zu tun. Während die Konkurrenz noch sogenannte „Tomato-Cans“, chancenlose Aufbau-Gegner, in Reihe vermöbeln muss, bekommt Alexander Povetkin mit Larry Donald, Ex-Weltmeister Chris Byrd und Eddie Chambers Leute aus der Top-Ten der Weltranglisten vor die Fäuste. Alle müssen sich dem Box-Zar beugen.
Als sich 2007 der US-Amerikaner Ray Austin als Pflichtherausforderer für den IBF-Champion Wladimir Klitschko qualifiziert, im Kampf gegen „Dr. Dampfhammer“ aber kläglich untergeht (t.k.o. in Runde 2), will sich die IBF vor weiteren Peinlichkeiten schützen. Der nächste Mann soll einer WM wirklich würdig sein. Deshalb wird erstmals ein Qualifikations-Turnier ausgeboxt. Glänzend setzt sich Alexander Povetkin hierbei durch.